Das DSC-Schadstofflexikon

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Ibuprofen (Synonyme =  2-(4-Isobutyl-phenyl)-propionsäure)

Ibuprofen, Summenformel: C13H18O2) ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika, der zur Behandlung von Schmerzen, Entzündungen und Fieber eingesetzt wird. Chemisch gehört es in die Gruppe der Arylpropionsäuren. Ibuprofen hemmt nichtselektiv die Cyclooxygenasen I und II, die im Organismus für die Bildung von entzündungsvermittelnden Prostaglandinen verantwortlich sind. Daraus resultieren die Wirkungen von Ibuprofen: Es wirkt schmerzstillend (analgetisch), entzündungshemmend (antiphlogistisch) und fiebersenkend (antipyretisch). Nebenwirkungen, wie Magenblutungen, sind ebenfalls auf eine Hemmung der Prostaglandinsynthese zurückzuführen, da Prostaglandine auch an physiologischen Funktionen, wie beispielsweise der Produktion von Magenschleim beteiligt sind. In seiner Wirkung ist es der Acetylsalicylsäure überlegen, wobei das Nebenwirkungspotential bei Ibuprofen geringer ist. Es gibt allerdings auch Hinweise darauf, dass Ibuprofen, genauso wie die Acetylsalicylsäure (Aspirin), bei Kindern zum Reye-Syndrom führen kann.

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Indeno(1,2,3-cd)pyren

Gehört zu: Polycyclische Aromatische Kohlenwasserstoffe (Abk.: PAK). 

Gelbe nadelförmige Kristalle oder Blättchen, grüngelblich fluoreszierend. Im mikrobiologischen Kurzzeit-Test ist die Substanz mutagen. Zur Teratogenität sind keine Angaben verfügbar. Im Tierexperiment ist Indeno(1,2,3-cd)pyren nachweislich karzinogen. Die Verbindung wird als Karzinogen eingeordnet. Ausgehend vom Verteilungskoeffizient n-Octanol/Wasser ist eine hohe Bioakkumulationstendenz zu erwarten.

Siehe auch:

Migrationsverhalten von PAK in Grundwasserleitern

Hinweise für die Anwendung von MNA bei sanierungsbedürftigen Grundwasserverunreinigungen durch PAK

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Insektizid

Untergruppe der Pflanzenschutzmittel.

Bezeichnung für Schädlingsbekämpfungsmittel, die speziell zur Bekämpfung von Insekten eingesetzt werden. Nach ihrer physiologischen Wirkung kann man Kontakt-, Fraß- und Atemgifte unterscheiden. Die chemische Zusammensetzung der Insektizide ist sehr komplex und umfasst Stoffe aus den Gruppen anorganische und organische Verbindungen (hier alleine ca. 10 weitere Stoffklassen).

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Isoaliphate   siehe  Aliphatische Kohlenwasserstoffe

Isoaliphate werden heute noch größtenteils aus Erdöl hergestellt, in der Zukunft ist aber eine Produktion aus natürlichen Rohstoffen möglich. Eine universelle Verdünnung aus Isoaliphaten benötigt zur Verbesserung der Lösekraft einen 5%igen Zusatz von natürlichem Citrus-Terpentin.  

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Isopruteron (Synonyme = N-(4-Isopropylphenyl)-N',N'-Dimethylharnstoff N)

Isoproturon wird als Herbizid gegen einjährige Gräser sowie Unkräuter besonders in Getreidekulturen eingesetzt.

Schadwirkung:

Die Substanz ist haut- und augenreizend. LD50 oral (mg/kg): 1680 (weibl.) bzw. 1940 (männl. Ratte)

LD50 dermal (mg/kg): > 4000 (weibl. Ratte). Duldbare tägliche Aufnahme: 0,0025 mg/kg Körpergewicht. Diese Festlegung stammt aus dem Jahr 1989.

Nach oraler Aufnahme rasche und weitgehend vollständige Resorption und schnell einsetzende, überwiegend renale Ausscheidung in Form von Konjugaten mit noch intakter Harnstoffstruktur am Ring. Die biochemische Umwandlung setzt sowohl an den Methylgruppen als auch über Oxydation der Isopropylgruppe an.

Isoproturon induzierte in der Leber männlicher Wistarratten, die an drei aufeinanderfolgenden Tagen mit jeweils 1/6 der LD50-Dosis oral behandelt worden waren, einen Anstieg der Epoxidhydrolase (400%) sowie eine vermehrte Synthese verschiedener Enzyme des Monooxygenase-Komplexes.

Zur Kanzerogenität von Isoproturon liegen nicht veröffentlichte Untersuchungsberichte vor, nach denen im Fütterungstest über 2 Jahre ab einer Dosierung von 400 mg/kg Futter (männliche Ratten) bzw. 2000 mg/kg Futter (weibl. Ratten) erhöhte Lebergewichte und eine erhöhte Inzidenz von Lebertumoren festgestellt wurden.

In einer Studie zur Neurotoxizität von Isoproturon in Mäusen fanden S. N. Sarkar und P. K. Gupta (nach Dosen im g/kg-Bereich) einen hemmenden Effekt auf den zentral gesteuerten Bewegungsablauf und eine sedative Wirkung auf das ZNS. In einer anderen Studie fanden sich bei dreiwöchiger Applikation bis zur höchsten getesteten Dosis (300 mg/kg Körpergewicht) sich keine Hinweise auf ein neurotoxisches Potential (Hühnchentest).

S. N. Sarkar und P. K. Gupta beobachteten an Ratten ein fötotoxisches Potential von Isoproturon, das nach den jetzt vorliegenden Erkenntnissen auf Verunreinigungen zurückzuführen ist.

Zur Gentoxizität von Isoproturon in tierischen Zellsystemen liegt lediglich die Originalarbeit von Behera und Bhunya aus dem Jahre 1990 vor. Die Gentoxizität wurde in vivo an Swiss-Albinomäusen nach intraperitonealer Verabreichung des Isoproturons getestet. Die im Chromosomenabberations-, Mikronukleus- und Spermienabnormalitätstest festgestellten Anzeichen für eine Gentoxizität sind auf Verunreinigungen der untersuchten Substanz zurückzuführen. Nach Untersuchungen von H. Dunkelberg und R. Edenharder (2) konnten im SCE-Test (Sister chromatid exchange) keine Anhaltspunkte für ein gentoxisches Potential von Isoproturon festgestellt werden. Auch im Salmonella/Mikrosomentest sowie im Mikronukleus-Test konnten weder eine mutagene Aktivität noch eine signifikant erhöhte Anzahl von Mikronuklei nachgewiesen werden.

Umweltverhalten:

Schmelzpunkt: 155-156 °C, Dampfdruck: < 1mPa bei 20 °C, Löslichkeit: 65 mg/l Wasser bei 20 °C, 75 g/l Methanol, Verteilungskoeff.: 2,5 (log Po/w) bei 22 °C. Aufgrund des geringen Dampfdruckes geringe Flüchtigkeit in die Luft, gut adsorbierbar an organisches Material im Boden. Zwar geringe aber merkliche Löslichkeit, die zu einer Grundwasserverunreinigung führen kann.

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itai-itai-Krankheit   siehe  Cadmium

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