Das DSC-Schadstofflexikon

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Zink (Zn)

Bläulich, weißes, an blanken Oberflächen stark glänzendes Metall. An feuchter, CO2-haltiger Luft, überziehtes sich mit einer grauen, gut haftenden wasserlöslichen Deckschicht aus Zinkcarbonat, welches das darunter liegende Metall vor weiterer Zerstörung schützt. In der Natur tritt Zink meist mit Cadmium und Blei zusammen auf. Wichtige Zinkerze sind u.a. Zinkspat und Zinkblende.

Verwendung:

Verzinken von Stahl (Feuerverzinkung), Batterieherstellung, Bergbau-und Hüttenwesen, Legierungen (Messing: Kupfer-Zink-Legierung), Metallveredelung /Galvanik, Pigmente, Metallseifen, Schädlingsbekämpfungsmittel.

Schadwirkung:

Zink ist für Menschen, Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen ein lebenswichtiges Spurenelement und für den Menschen nicht sehr giftig. Anorganisches Zink ist in seinen Verbindungen akut wenig toxisch. Größere Mengen von Zinksalzen (z. B. Zinkchlorid) rufen jedoch äußerlich Verätzungen und innerlich Entzündungen der Verdauungsorgane hervor.  Gesundheitsschäden können jedoch durch Aufbewahrung von Lebensmitteln in Zinkgefäßen verursacht werden. Beim Einatmen von Zinkdämpfen entstehen nach kurzzeitigem Fieber keine bleibenden Schäden. Nur bei Zinkchromat und Zinkoxidstäuben sind schon Fälle von chronischer Erkrankung aufgetreten. Zinkchromat ist als eindeutig karzinogener Arbeitsstoff ausgewiesen.

Die Absorption ist bei den Säugetieren und beim Menschen je nach Species sehr unterschiedlich, sie kann im Magen-Darmkanal zwischen 10 und 90 % variieren. Dabei spielen die Durchdringung von Darmmembranen und die Bindung an Trägerproteine eine wichtige Rolle. Das Zink wird dann in verschiedene Organe transportiert und vor allem in Knochen, Muskeln, Prostata, Leber und Nieren gespeichert. Im Unterschied zu Cadmium und Quecksilber erfolgt die Ausscheidung hauptsächlich über die Faeces.

Das Umweltverhalten von Zn hängt maßgeblich von der vorliegenden Zn-Verbindung ab. (Anorganische Salze / Organische Komlexe). Unterschiedliche Bodenqualitäten beeinflussen die Zn-Aufnahme durch die Wurzeln. Grundsätzlich kann Zn bei niedrigen pH-Werten eher mobilisiert werden, so dass dann eine größere Gefahr für eine Grundwasserverunreinigung gegeben ist.

Sanierungsbedürftige Boden- und Grundwasserverunreinigungen sind bekannt und können hohe Aufwendungen erfordern.

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